Zugkontrolleinrichtungen: Mehrere Komponenten, ein Gesamtsystem.

Mit Zugkontrolleinrichtungen (ZKE) werden sicherheitsrelevante Profil- und Antennenortungen, Brand-, Chemie-, Heissläufer- und Festbremsortungen durchgeführt. Weiter werden Lastverschiebungen, Lastüberschreitungen und Radfehler detektiert sowie Naturgefahren beobachtet.

Zusätzlich werden verfügbarkeitsrelevante Kontrollen wie Fahrdrahtanhubmessungen und Dragging Equipment Detection (DED) vorgenommen. Die vollständige Integration von RFID-Systemen erlaubt die radscharfe Identifikation  der Fahrzeuge und eine zuverlässige und rückverfolgbare Zuordnung der Messdaten bis auf Ebene der einzelnen Radsätze. Alle Alarme und Interventionen werden in einer Datenbank erfasst. Diese Informationen werden zur Wartungsoptimierung an die betreffenden Eisenbahnverkehrsunternehmungen weitergegeben.

Leistungsspektrum.

Die vernetzten Messanlagen erkennen zuverlässig und ausfallsicher technische Probleme an Zügen, bevor sie zu Ereignissen führen. Die Applikation ZKE Netz stellt einen Echtzeitmonitor dar und ermöglicht aufgrund der sofortigen ortsunabhängigen Datenanalyse die notwendige Intervention (z. B. Stoppen des Zugs oder Geschwindig- keitsreduktion).

Messanlagen zur Steigerung der Sicherheit.

  • Radlast-Checkpoint: erkennt Lastverschiebung, Lastüberschreitung und Radfehler.
  • Brand- und Chemieortung: verhindert sicherheitskritische Situationen durch Brand oder  Gefahrengutverlust.
  • Heissläufer- und Festbremsortung: liefert die Temperatur der Achslager, Radkränze und Bremsscheiben und ermöglicht die Verhinderung von Entgleisungen durch Achs- und Radbrüche.
  • Profil- und Antennenortung: verhindert Lichtraumprofilverletzungen und Fahrleitungsberührungen durch Fahrzeugantennen, Abdeckblachen oder verschobene Lasten auf rollender Landstrasse.
  • Naturgefahren-Alarmsysteme: überwachen der Netze zum Schutz vor Steinschlag/Felssturz, Hangrutsch/Murgang und Lawine/Schneerutsch.

Messanlagen  zur  Steigerung  Ihrer  Verfügbarkeit.

  • Dragging Equipment Detection: detektiert herunterhängende oder mitgeschleifte Objekte von Fahrzeugen, um Beschädigungen im Gleisbereich, insbesondere Ballisen, zu verhindern.
  • Anhubmessungen: überwacht den Anhub der Fahrleitung, um Fahrleitungsstörungen zu verhindern.